Presse 2015

Sharing Economy – Gekommen um zu bleiben?

Am Donnerstag, 29. Oktober 2015 war Basel für einen Abend lang der Hotspot der deutschsprachigen Sharing Economy-Szene: Fünf führende Köpfe aus den Bereichen Crowdsourcing, Open Innovation, Social Collaboration, Shareconomy und Management Innovation und eine ganze Halle voll Interessierter waren der Einladung an die Sharing Economy Night Basel 2015 in die Launchlabs Basel gefolgt. Thema des von den Betreibern der Basler Sharing-Plattformen skillharbour.com und omanet.org initiierten Events: «Sharing, Social Collaboration, Crowdsourcing: Zukunft oder Hype?»

Hier einige Highlights der Impulsreferate von Claudia Pelzer (Vorsitzende Deutscher Crowdsourcing Verband e.V.), Adrian Gerber (CEO des Schweizer Open Innovation-Pioniers Atizo 360°), René Lisi (Vorstand CH-Dachverband Sharecon) und Armin Ruser (Theologe, Unternehmer, Redner und Buchautor):

Ganz offensichtlich stellt die Sharing Economy Wertschöpfungsketten auf den Kopf und lässt damit viele traditionelle Geschäftsmodelle in die Krise schlittern: Der weltweit grösste Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten besitzt keine einzige Immobilie, das grösste Taxiunternehmen der Welt kein einziges Taxi und die grössten Content-Plattformen im Internet produzieren so gut wie keine ihrer Inhalte selbst. Hinter diesen neuen Anbietern steht eine Vielzahl von neuartigen Geschäftsmodellen, mit denen Startups und gestandene Unternehmen vom veränderten Konsumverhalten profitieren. Es ist dabei nicht zu erwarten, dass die Sharing Economy uns in eine bessere oder gerechtere Welt führt – eine effizientere Welt wird es aber mit aller Wahrscheinlichkeit sein.

Eine massgebliche Rolle bei dieser Transformation spielt die Bereitschaft, über den Tellerrand der eigenen Organisation hinauszuschauen: «Selbst Unternehmen wie Google müssen sich darüber im Klaren sein, dass es ausserhalb ihrer Mauern mehr Ideen gibt als innerhalb». Kein Zweifel, dass in Zeiten solcher disruptiver Veränderungen und laufend steigender Komplexität die Bedeutung einer klaren Werteorientierung steigt: Ohne Vertrauen, ein offenes Miteinander und die Überzeugung von gemeinsamen Zielen wird es schwierig in der Welt von morgen, da sind sich Referenten und Publikum einig.

In der von David Weingartner (Core Connector D-A-CH bei OUISHARE) moderierten und anschliessend von Frank Wolff (Mitgründer von omanet.org) zusammengefassten Diskussion von Speakern und Teilnehmern kristallisiert sich denn auch eine Antwort auf die zentrale Frage des Abends heraus – ob nämlich die Sharing Economy nur ein Hype ist oder ob sie sich als fester Bestandteil der Ökonomie festsetzen wird. Es herrscht Einigkeit: Derzeit wird das Thema aussergewöhnlich stark zelebriert – um dann vermutlich gründlich abzustürzen und sich anschliessend ganz unspektakulär im Alltag auszubreiten. Dieser als Hype-Zyklus bezeichnete Verlauf sei nichts Aussergewöhnliches, so die einhellige Meinung: Schliesslich hat das Internet das Platzen der Dotcom-Blase auch überlebt.

Folgt man also den Gedanken der Sharing Economy Night Basel 2015, sollte man sich künftig noch ein bisschen mehr mit Crowdsourcing, Social Collaboration und Open Innovation beschäftigen: Die Sharing Economy ist gekommen um zu bleiben – und am Ende finden’s alle ganz normal.

Die Sharing Economy Night Basel fand als erste einer jährlichen Veranstaltungsreihe unter dem diesjährigen Titel «Sharing, Social Collaboration, Crowdsourcing: Zukunft oder Hype?» am 29.10.2015 ab 17 Uhr in den Launchlabs Basel statt.

Weitere Informationen zum Anlass: http://www.sharenight.ch

skillharbour.com ist eine Tauschplattform für Talente und Hobbies. Mitglieder können ihre Talente, bzw. Hobbies publizieren und völlig frei mit anderen Mitgliedern tauschen – und zwar auf unterhaltsame Art und Weise, dazu einfach und kostenlos. Sitz von skillharbour.com ist Basel.

omanet.org ist eine Community zur gemeinsamen Ideenentwicklung und Lösung von Aufgabenstellungen auf dem eigenen online-Workspace, über den sich Unternehmen Zugang zu Wissen, Erfahrungen und Ideen von über 1’000 Mitgliedern aus der deutschsprachigen Welt verschaffen können. omanet.org wird von der GfMI in Riehen (bei Basel) betrieben.

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